Am 16. und 17.06.2026 traf sich die Arbeitsgruppe des Projektes: „Westgermanien im Wandel – Edition und multidisziplinäre Erforschung der nordwestdeutschen Kulturlandschaft während römischen Kaiserzeit (1.-4. Jahrhundert).“ Das Projekt wird von den Akademien der Wissenschaften, vornehmlich der Akademie der Wissenschaft in Göttingen und der Nordrheinwestfälischen Akademie der Wissenschaft gefördert.
Westgermanien im Wandel ist ein auf 18 Jahre angelegtes Forschungsprojekt, das auf eine gemeinsame Initiative von Dr. Jan Kegler (Ostfriesische Landschaft), Prof. Dr. Michael Baales (LWL-Archäologie für Westfalen) und Prof. Dr. Wolfgang Ebel-Zepezauer (Ruhr-Universität Bochum) zurückgeht. Die Antragphase war sehr intensiv und hat bis zur Bewilligung im Mai 2026 gut sieben Jahre gedauert. Mit dem in Bochum am Deutschen Bergbaumuseum nun durchgeführten Kick-Off haben sich die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erstmals gemeinsam getroffen, um die inhaltlichen Arbeiten am Projekt zu koordinieren und zu beginnen.
Das Projekt behandelt vier Themen: Die grenznahe Interaktion der sogenannten Rhein-Weser-Germanen/Nordseegermanen mit dem römischen Imperium. Die Siedlungsformen und Siedlungsentwicklungen der germanischen Siedlungen in Nordwestdeutschland. Austausch, Netzwerke und wirtschaftliche Strukturen. Schließlich auch der Wandel der Kulturlandschaft, Landwirtschaft, Umwelt- und Landschaftsgeschichte.
Dafür werden große Fundstellenkomplexe in fünf Beispielregionen, wie der Dinkel-Vechte Region, der Hellwegzone, dem Nordseeraum, Bremen und Ammerland sowie in Ostwestfalen untersucht. Im Rahmen des Projektes entsteht in den kommenden Jahren eine Edition der Quellen, also eine wissenschaftliche Aufarbeitung von Archäologischen Fundstellen in Form von zahlreichen Dissertationen und einer großen Datenplattform, die die Kerninformationen erschließbar und für das Partnernetzwerk auswertbar machen wird.
In Ostfriesland sollen unter anderen die römisch-kaiserzeitlichen Fundstellen Westerholt An der Mühle und Schweindorf An’t Breetland wissenschaftlich ausgewertet und untersucht werden. Diese Fundstellen sind so groß und komplex, dass erst die Auswertung in einem umfassenden Kontext tiefgreifende Erkenntnisgewinne erwarten lassen.
Wissenschaftliche Partner kommen zu gleichen Teilen aus der archäologischen Denkmalpflege (Ostfriesische Landschaft, LWL-Archäologie für Westfalen, Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege) als auch von Forschungsinstituten und Universitäten (Georg-August Universität Göttingen, Ruhr-Universität Bochum, Niedersächsisches Institut für historische Küstenforschung).
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Die Arbeitsgruppe des Projektes: „Westgermanien im Wandel – Edition und multidisziplinäre Erforschung der nordwestdeutschen Kulturlandschaft während römischen Kaiserzeit (1.-4. Jahrhundert)“ (Foto: Ruhr-Universität Bochum).






